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Zentrales Nachwuchstrainingslager in Güntersberge

Nach dreijähriger Pause war es am vergangenen Wochenende wieder einmal soweit: Mehr als 130 Nachwuchsspielleute aus 7 sachsen-anhaltinischen Spielmannszügen begaben sich für ein Zentrales Nachwuchstrainingslager nach Güntersberge, wo sie zusammen mit ihren Betreuern vier gemeinsame Tage verbrachten. Unter ihnen war auch eine 24 Mann starke Fraktion aus Hettstedt. Was diese so alles erlebte, könnt ihr hier nachlesen.

 

Samstag, 27.10.2012

Wir waren noch recht verschlafen, als wir gegen halb neun in den bereits zur Hälfte gefüllten Bus einstiegen. An Bord waren bereits die Ziegelröder Nachwuchsleute, mit denen wir uns in Anbetracht der gemeinsamen Heimat und den horrenden Spritpreisen sinnvoller Weise einen Bus teilten. Während der Fahrt erwachten dann so langsam unsere Lebensgeister und Maria fiel endlich ein, was sie denn so Wichtiges vergessen hatte: Sie wollte doch unsere Vanessa von Arnstedt mit nach Hettstedt nehmen. Tja, kann ja mal passieren … und war auch gar nicht so schlimm, denn Vanessa lag zu dieser Zeit noch schlafend im Bett und wurde erst von unserem Mathias, der sie nun mit dem PKW von zu Hause abholen wollte, durch die Klingel geweckt.

Irgendwie kamen wir schließlich doch vollzählig in Güntersberge an und konnten unser Quartier beziehen. Entgegen unserer Erwartungen handelte es sich dabei nicht um beengende 10-Mann-Bungalows, sondern um schicke 2- bis 4-Mann-Zimmer mit eigenem Bad und Fernseher. Unsere Laune wurde noch besser, als wir beim Mittagessen sahen, dass es Spaghetti Bolognese gab. Leider waren die Portionen für uns erwachsene Betreuer etwas zu klein, weshalb wir einen äußerst raffinierten Plan ausheckten, um noch einen Nachschlag zu bekommen. Unglücklicherweise beobachtete die Küchencrew, wie wir unsere Teller auf den Seitentisch abstellten und uns neu in die Schlange einreihten, und teilte uns daraufhin leicht schmunzelnd mit, dass wir jederzeit so viel Nachschlag haben könnten, wie wir wollen.

Der sich anschließende Nachmittag wurde durch ein vereinseigenes Training ausgefüllt. Unsere Beckenspieler hatten noch einige Probleme mit dem an diesem Wochenende einzustudierenden Titel „The Final Countdown“, woraufhin sie unser Hauptübungsleiter Detlef mit etwas Gesang unterstütze: „Pause -Tsching - Pause - Tsching - Pause - Tsching - Tsching - Pause -Tsching …“. Das Ganze war lautmalerisch wohl so schön, dass auch die ganzen Flöter mit einsetzten und am Ende der ganze Raum begeistert mitsang. Wer außen am Fenster vorbeiging, muss uns wohl für eine religiöse Sekte mit Detlef als unseren Ober-Guru gehalten haben. Letztendlich hat es aber geholfen und das sich anschließende Abendessen hatten sich alle redlich verdient.

Am Abend fing es dann an leicht zu schneien und wir begaben uns zum Kiez-Kino, in dem wir uns zusammen mit den anderen Vereinen „Ice Age 3“ anguckten. Für die jüngeren Spielleute hieß es anschließend Schlafenszeit, während sich die anderen noch zum gemütlichen Beisammensein zusammensetzten, bei dem wir im Rahmen des Spiels „Black Stories“ noch einige absurde Möglichkeiten des Sterbens kennenlernten. Kurz vor dem Schlafengehen wurde dann übrigens noch die Frage nach der künstlichen Intelligenz der aktuellen Smartphone-Generation aufgeworfen. Würden die sich wohl von alleine auf die Winterzeit umstellen oder sollte man vorsichtshalber selber eine Stunde zurückstellen? Auf der einen Seite bestand die Gefahr das Frühstück zu verpassen, auf der anderen Seite bestand die Gefahr, eine Stunde weniger zu schlafen als man eigentlich könnte. Beides stellt für Spielleute nebenbei gesagt eine mittlere Katastrophe dar.


Sonntag, 28.10.2012

Letztendlich schafften es trotz Zeitumstellung alle pünktlich zum Frühstück, was auch ganz gut war, denn in dessen Anschluss begaben wir uns auf eine kleine Wanderung rund um Güntersberge. Der über Nacht gefallene Schnee wurde dabei natürlich auch des Öfteren für einige Schneebälle genutzt.

Am Nachmittag war es dann Zeit für die erste und nebenbei gesagt auch letzte gemeinsame Probe vor dem großen gemeinsamen Konzert aller Nachwuchsspielleute auf dem Hexentanzplatz. Zunächst trainierten Rhythmus und Melodie getrennt, anschließend kamen beide Gruppen auf dem Außengelände zusammen und spielten jeden Titel einmal durch. Darum schwirrten, stolz wie Oskar, die verschiedenen Betreuer und machten mehr Fotos als eine Reisegruppe Japaner vor Luthers Geburtshaus … und das mag schon was heißen. Es war aber auch ein schönes Bild … Nachwuchssorgen hin oder her - 130 junge Menschen zeugten davon, dass (etwas pathetisch ausgedrückt) „das Spielleutewesen lebt“.

Den Abend vertrieben wir uns dann noch mit dem Spiel Extreme-Activity, bei dem unter vollstem Körpereinsatz diverse Begriffe dargestellt und erraten werdenmüssen. Im Anschluss daran wurde als kleine Entschädigung für die mit dem Training verbundenen Strapazen eine Runde Nudeln gekocht. Um Campingkocher, Nudeln und Fertigsaucen eines bekannten Herstellers haben wir Betreuer uns bereits im Vorfeld aus (der im Nachhinein unbegründeten) Furcht vor schlechter Versorgung gekümmert.


Montag, 29.10.2012

Am Montag ging es dann für alle Nachwuchsspielleute nach Thale. Erste Station war das dortige Thermalbad. Einen Ansturm von 130 Kindern und Jugendlichen war man dort wohl nicht gewöhnt, was sowohl an den mangelnden Umkleidemöglichkeiten als auch an den missmutig dreinblickenden Bademeister deutlich wurde, der als erstes alles das aufzählte, was in diesem Bad verboten war. Unsere Daniela fasste das Ganze prägnant zusammen: „Also alles das, was Kindern Spaß macht.“ Natürlich ließen wir uns den weder vom Bademeister noch von den zehn Rentnern nehmen, denen es im Licht- und Klangbecken zu laut war. (Man könnte meinen, sie würden sich über den Klang der Generation, die in naher Zukunft ihre Rente erbringt, freuen … aber naja.) Auf jeden Fall haben wir festgestellt, dass Schwimmnudeln ein sehr gutes und vielseitiges Spielzeug darstellen und das Außenbecken auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt genutzt werden kann - wenn auch eher kurz.

Vom Thermalbad aus ging es mit der Seilbahn hinauf auf den Hexentanzplatz - bei in einigen Gondeln neu eingebauten Glasfußböden und relativ starken Wind nicht für jedermann eine entspannte Sache. Hier und da wurde daher „Über den Wolken“ gesungen, um sich abzulenken. Die letzten Meter zum Hexentanzplatz absolvierten wir Hettstedter nach einem kleinen Mittagessen in Marschformation; aufgrund noch fehlender Instrumente allerdings ohne Musik und sogar ohne Fünferschlag. Sah von außen bestimmt lustig aus und war es für uns auch.

Halb drei war es dann Zeit für das mit „unzähligen“ Proben vorbereitete gemeinsame, etwa halbstündige Konzert der Nachwuchsspielleute aller Vereine, welche aufgrund der verschiedenen Farben der Wetterjacken einen im wahrsten Sinne des Wortes bunt gemischten Haufen abgaben. Musikalisch gesehen lief alles super, allerdings hatten alle beteiligten Spielleute mit einem Problem zu kämpfen, dessen sich der aufmerksame Leser schon bewusst ist. Für alle anderen: „Temperaturen um den Gefrierpunkt“ + „relativer starker Wind“ = Eiseskälte. Aus diesem Grund ließen wir Hettstedter die uns nach dem Konzert angebotene Cola links liegen und gönnten uns je nach Alter einen heißen Kakao oder Glühwein.


Bis uns die Busse vom Hexentanzplatz zurück nach Güntersberge brachten, war dann noch genügend Zeit, die wir uns mit dem Harzbob, dem großen Spielplatz und einem kleinen Jogginglauf vertrieben. Trotzdem waren wir am späten Nachmittag ziemlich durchgefroren und so schnell wie an diesem Tag sind wir wohl noch nie in einen Bus eingestiegen.

Am Abend war dann noch für alle Vereine verbindlich eine „Kinder-Disko“ angesetzt. Vor meinem geistigen Auge sah ich uns schon den KiKa-Tanzalarm-Tanz hinlegen, aber der Name war dann Gott sei Dank doch etwas irreführend und so wurde es u.a. mit Schwarzlicht und Disco-Fotographie noch ein ziemlicher cooler Abend, der nach dem Ende der Disko gegen 22 Uhr (in diesem Punkt war es dann doch eine Kinder-Disko) zumindest für die Größeren noch ein Weilchen in unserem Clubraum fortgesetzt wurde.


Dienstag, 30.10.2012

Mit dem Dienstagmorgen war es an der Zeit für die Abreise. Nach dem Frühstück wurden die Taschen und Koffer gepackt, was aufgrund der teilweise in alle Himmelsrichtungen zerstreuten Habseligkeiten einige Zeit in Anspruch nahm. Anschließend gab es noch ein kleines Dankeschön-Ständchen für die Küchencrew, die während unseres Aufenthalts wirklich gute Arbeit geleistet hat. Nachdem noch ein paar gemeinsame Fotos gemacht und einige Kontaktdaten ausgetauscht wurden, traten die einzelnen Vereine die Heimreise an. Unser Bus traf dabei natürlich als letztes im Kiez ein, sodass wir zusammen mit Ziegelrode als letztes abreisten … aber wie heißt es so schön … Die Letzten werden irgendwann die Ersten sein.

Im Namen aller Betreuer möchte ich noch ein großes Dankeschön an alle mitgefahrenen Kinder und Jugendlichen loswerden. Ihr wart eine sehr angenehme und pflegeleichte Truppe und wir hatten alle eine Menge Spaß mit euch. Danke!

 

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